BMW auf der EICMA 2016

Die Bayrischen Motoren Werke brannten wieder ein Feuerwerk an Neuheiten bzw. perfekten Überarbeitungen ab. Absolutes Highlight war hier sicher die HP4 Race. Zwar soll sie erst mal nur in einer Kleinserie ab Mitte 2017 auf den Markt kommen, aber BMW und auch Ducati zeigen damit, dass Kohlefaser bald ein absolut serientaugliches Produkt für tragende Teile wie Räder und , Hauptrahmen werden wird, was das Gewichtsrennen neu eröffnet. Der angestrebte Preis sowie Leistungswerte und Gewicht wurden hier noch nicht bekannt. Denke aber, dass mind. 215 Pferde bei 175 Kilogramm auf dem Datenzettel stehen werden.

Ein echtes Schmuckstück - die HP4 Race aus mächtig von Carbon
Ein echtes Schmuckstück – die HP4 Race aus mächtig von Carbon

Urbaner ging es mit den verschiedenen R nineT Modell zur Sache. Mit der R nineT Urban G/S will man mit der entsprechenden Farbgebung, einer roten Sitzbank, Gabel mit Faltenbälgen sowie dem hohen Frontfender, an die 1980 vorgestellte BMW R 80 G/S anknüpfen. Neben serienmäßigem ABS kann die automatischen Stabilitätskontrolle ASC optional ergänzt werden, was auch für edle Speichenräder gilt. Als Fahrwerksbasis dient die 2015er R nineT. Diese wiederum kommt ins neue Modelljahr in edlen Designs und Farben. Trotz EURO4 konnte die Leistung der R nineT bei 110 Pferden und 116 Newtonmetern gehalten werden. Auch im Preis, stehen nur knapp 300 Euro mehr auf dem 2017er Preisschild.

Eine gefühlte Zeitreise mit der R nineT Urban G/S in die 80ziger
Eine gefühlte Zeitreise mit der R nineT Urban G/S in die 80ziger

Bei der F800GT und F800R, legten die bayrischen Ingenieure auch wieder ordentlich Hand an und machten beide Modell nicht nur fit für 2017 sondern gaben ihnen einige Detailverbesserungen mit auf den Weg.

Natürlich durfte die R1200GS – der Bestseller im BMW-Stall – bei der Überarbeitung nicht fehlen. Neben neuen sehr schönen Farben und Stylepaketen, soll nun der Gangwechsel weicher als bei der Vorgängerin von statten gehen, das Dynamic ESA besser abgestimmt sein sowie erweitere Fahrmodis die Komfort verbessern. Hierzu sollen auch weitere ergonomische Kombinationen beitragen.

Für Freunde des Reiseschiffes K1600 GTL wurde natürlich auch einiges getan, um auch 2017 wieder gepflegt auf Tour gehen zu können. Die Änderungsliste sowie Übersicht an Zubehör liest sich ewig lange – Respekt.

Tja, und dann war da noch die Baby GS. Eine G 310 GS Adventure Tourer die quasi ein verkleinertes Abziehbild der 1200er sein könnte. Nahezu identischer Frontfender, gleich geformter Tank, fast dieselben Designelemente und Embleme sowie eine abgestufte Sitzbank. Man musste echt zweimal hinschauen. Angetrieben wird die Kleine – die beim indischen Partner TVS entwickelt und gefertigt wird – von einem 313 Kubikzentimeter Einzylinder-Aggregat mit 34 Pferdestärken die nur knapp 170 Fortbewegen müssen.

G 310 GS Adventure Tourer - eine Kleine ganz Groß
G 310 GS Adventure Tourer – eine Kleine ganz Groß

BMW hat auf den beiden Messen in Köln und Mailand wieder mal eindrucksvoll gezeigt, dass sie einen Masterplan haben und bald für jeden Zweiradinteressierten etwas im Sortiment haben werden – ganz großes Kino! Und wer diese ganzen Neuheiten als einer der Ersten testen möchte, der sollte sich das BMW Motorrad Test-Camp Almeria von Januar bis März 2017 vormerken.


Text: Rainer Friedmann ‚Kraftrad‘
Bilder: Rainer Friedmann ‚Kraftrad‘

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