Mega Saisonstart am Lago di Garda

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Wo kann man Anfang Mai schön und entspannt touren mit bereits frühsommerlichen Temperaturen? Was liegt hier nicht allzu weit entfernt? Und wo ist chillen in einer Bar oder einem leckeren Lokal angesagt – der Gardasee. Ich war schon unzählige Male hier, doch dieser Trip sollte einer der schönsten und eindrucksvollsten ever sein. Aber der Reihe nach!

Die Wetteraussichten waren grandios und versprachen 25-30 Grad sowie Dauersonnenschein. Unten angekommen – es ging gepflegt mit dem VW-Bus und beiden Bikes drin runter – begrüßten uns Wolken sowie eine Wettervorhersage die auf einmal nur Wolken und täglich regen zeigte. Mist dachten wir uns, aber egal, wir haben zur Not ja ein Auto dabei. Ok, schnell ausladen, Zimmer beziehen – wir waren wieder traditionell im Hotel Garden Torri del Benaco, sicher nicht das modernste Hotel, aber einfach schön gelegen und mit dem Besitzer Carlo haben wir bereits ein freundschaftliches Verhältnis.

1.Tag – die Anreise

Schnell packen und verladen, 8 Uhr geht´s ab in Richtung Süden. A7, dann Fernpass, über die Autobahn nach Innsbruck und hoch zum Brenner – Online Vignette und Brenner Videomaut lassen einen schnell und entspannt cruisen. Auf dem Brenner noch schnell shopping und dann durchrollen bis Rovereto Nord, denn wir fahren grundsätzlich den Gardasee von oben an, da der erste Blick einfach traumhaft ist.

Immer wieder beeindruckend – der erste Blick auf den Gardasee

2.Tag – einmal um den See

In gut 150 Kilometern, kann man den See oftmals direkt am Wasser, umrunden. Dabei lädt quasi jeder Stadt zum Anhalten ein. Nach einer kurzen Fotosession in Brenzone, steuerten wir Campione del Garda an. Dieser Ort liegt am Westufer unscheinbar, denn man umfährt ihn in Tunnels und kann hier direkt raus abbiegen. Es erwartet einen ein chilliges kleines Dorf, mit tollen Kneipen und Bistros. Hätte hier den ganzen Tag verbringen können.
Weiter ging´s nach Salo, einer extrem edlen und großen Stadt die alles bietet. Unter anderem eine geniale Eisdiele am Dom. Ein Spaziergang an der Strandpromenade darf natürlich auch hier nicht fehlen.

Danach ging´s weiter in den Hafen von Lido di Manerba und nach Desenzano del Garda. Hier fühlt man sich schon deutlich italienischer und man spürt die Nähe zu Mailand. Hier erwischten uns einige Tropfen, doch es ging flott rum um den See und so kamen wir quasi trocken in unserer Basis an. Diese entspannte Tagesrundfahrt werden wir sicher wiederholen.

Auf geht´s zur ersten Tour – heute „nur“ mal entspannt um den kompletten See

3.Tag – Monte Baldo Höhenstraße

Die Monte Baldo Höhenstraße darf auf keinen Fall bei einem Gardaseebesuch fehlen. Fehl darf auch nicht, wenn man von der Südseite beginnt ein Besuch im Bikercafé Bar Trattoria Passeggiata bei Spiazzi. Und der nächste Halt ist auch Pflicht beim Bocca di Navene, wo es wohl den tollsten Blick auf den See gibt. Danach geht’s weiter ins Tal nach Mori, bis Loppio und hier gleich wieder rechts hoch auf einer flotten Kurvenstrecke nach Pannone. Man kann nun weiter zum Logo de Cei oder links über eine eng verschlungene Straße nach Arco. Nun zurück zum See und in Torbole noch schnell ein Eis genießen.

Blick auf die Monte Baldo Höhenstraße – hier muss jeder mal drüber fahren, wir tun´s jedes mal seit 20 Jahren.

4.Tag – Besuch eines Wallfahrtsortes

Die Wetterprognose war schlecht, also ab mit dem Bus zu wohl einer der beeindruckendsten Bauwerken hier unten, der Madonna della Corona Sanctuary. Am Vortag stieß noch unser guter Freund Rolf zu uns und so ging es ab in die Kirche. Einfach unvergesslich, wenn man den Weg hinab zur Kirche läuft und wieder hoch. Man sieht die Welt etwas anders danach und ist glücklich sich die Zeit genommen zu haben bei dem ganzen Freizeitangebot am See. Auf dem Rückweg dann noch ein leckeres Eis in La Dolce Vita San Zeno darf aber auch nicht fehlen.

Wer mal einen Tag nicht fahren möchte, der sollte mal die Madonna della Corona Sanctuary besuchen – beeindruckend!

5.Tag – SS46

Ortskundigen ist die SS46 ein Begriff. Sie liegt östlich von Rovereto und führt über den Fugazze nach Schio. Hier sich an alle Geschwindigkeitsangaben zu halten ist höchst Disziplin. Wir fuhren allerdings zuerst auf der SP89 hoch zum Pass, kurzer Kaffee und dann auf der SS46 wieder runter – ein MUSS! Danach ging´s noch durch die Weinberge auf der westlichen Seite von Rovereto hoch zum Passo Bordala und dann wieder weiter nach Arco. Abschluss – Eis in Torbole.

Links schlängelt sich die SS46 entlang. Toller Belag, unzählige Kurven und auf dem Pass nen lecker Espresso

6.Tag – Balkonurlaub

Nächster Freund stößt zu uns – Klaus. Der Kerl ist Nachts um 12 in Mannheim los, war um 9 Uhr bei uns und fuhr dann gleich unsere Runde nach Limone und rund um Tremosine mit einem Pflichtbesuch im Hotel Paradiso mit wohl dem coolsten Balkon überm See.

Balkon vom Hotel Paradiso – Höhenangst solltet Ihr hier nicht haben

7.Tag – Limone

Am Vorabend stießen dann noch Simone und Steffen zu uns. Die waren allerdings zuerst nicht gut drauf nach 3 Stunden Regenfahrt – eine leckere Pizza erhellte aber alle Mienen. Wetterprognosen für diesen Tag waren leider wieder unbeständig, also ging es voll beladen um den See nach Limone zum bummeln – tolles Parkhaus am Hafen übrigens und noch bessere Stellplätze für Motorräder!

Leider begann der Trip nicht so dolle, da uns die Nachricht erreichte, dass mein Racer-Kollege Guido am Hockenheimring einen schweren Unfall hatte und ins Krankenhaus geflogen wurde – MIST!

War natürlich beherrschendes Thema, dennoch ging es bummeln, shoppen, und ganz wichtig in der Bar Piva einen Lemon Spritz trinken. Chillig gings in Riva weiter mit einem Besuch im dortigen Dainese Shop. Zum Abschluss der Runde gab´s wieder lecker Eis in Torbole.

War auch mal richtig schön nicht mit dem Motorrad zu cruisen, sondern die Städte gemeinsam zu erkunden.

Limone im Hintergrund Klaus, Rolf, Sus, Steffen, Simone und ich von links im Vordergrund

8.Tag – Hinterland

An unserem letzten Tag ging es nochmals auf Achse. Das Regenradar war allerding unser ständiger Begleiter. Start mit der Fähre nach Maderno, dann hoch zum Lago di Valvestino bis zur Sackgasse nach Magas bis zum Tavagnu‘ Di Bettanini Ferruccio. Tolle Strecke mit unzähligen kurven und nem tollen Rifugio. Zurück und weiter zum Idrosee, wo uns eine Regelwolke nach Süden drängte bis in den Hafen von Lido di Manerba. Nachdem diese verzogen war ging es auf extrem einsamen und verschlungenen Straßen nach Eno und zurück durchs Val di Valvestino nach Gargnano. Nun wäre die Fähre wieder möglich gewesen, aber bei inzwischen tollem Wetter ging´s um den See.

Gerade mal 10 Kilometer im westlichen Hinterland – endlose Kurven und traumhafte Ausblicke

9.Tag – Ende

Das Wetter versprach uns zuerst nur Sonne, dann viel Regen und dann gab´s nur eine Wolke die unsere Pläne änderte – also darauf muss man nicht unbedingt schauen. Wir hatten tolle Touren, sehr schöne Bummelrunden in den Städten, einfach geniale Freunde dabei und mächtig Spaß. Das Ganze in einer so entspannten Gegend wie der Gardasee, welcher überall was Neuen bietet und einfach Erholung pur ist. Total verrückt war unsere Ernährung – jeden Abend Pizza! Also wir können langsam nen Pizzaführer schreiben.

Unser Blick vom Hotelzimmer aus – da will man nur ganz schwer wieder weg

Um den Trip aber wirklich auszukosten, ging es vor der Heimfahrt noch nach Malcesine und zum Abschluss ein Eis genießen in Torbole. Gegen 17 Uhr hieß es dann Addio Lago di Garda.

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