BMW F 900 R im Alltagstest

Was fiel noch auf?

Man mag mich jetzt das Haar in der Suppe suchend nennen, aber was mir – schon beim Test in Spanien – nicht gefiel, waren die teilweise offen liegenden Kabel an der Lambdasonde im Krümmerbereich, also beim ranlaufen ans Bike immer sichtbar! Ansonsten war mein Model tadellos verarbeitet und sehr wertig.

Kabel-Schönheitsfleck – leider blickt man immer wieder drauf und ärgert sich

Und ich hab noch ein „Haar“ gefunden! Gut 230 Euro muss für das KeylessGo ausgeben werden, doch beim Abnehmen der Sitzbank braucht es dann doch noch einen analogen Schlüssel. Wurde wohl eingespart, da die BMW-Entwickler eh recht wenig Platz unter ihr geschaffen haben um etwas zu verstauen. Optional gibt’s Soft-Bags, wobei ich persönlich gerne eine Hecktasche um die Sitzbank schnall oder per Spanngurte größeres Gepäck verzurre – fühle mich hierbei einfach flexibler.

Ein spannendes Gimmick ist die „‎BMW Motorrad Connected“ Funktion, bei der man sein Mobiltelefon direkt mit dem Display bzw. Motorrad verbindet und so zahlreiche Informationen einsehen und nutzen kann. Braucht man nicht unbedingt, macht aber auch Spaß.

Ebenso Spaß machen die ganzen Fahrmodi, die insbesondere mit „Aktiv-Paket“ erweitert werden. So kann von Rain über Road bis hin zu Dynamic Pro für alles eine optimale Unterstützung abgerufen werden. Dazu würde ich inzwischen auch immer den Tempomat für rund 290 Euro mitbestellen, da insbesondere auf längeren Verbindungsetappen man ordentlich entspannen und sich der vorgegebenen Geschwindigkeit anpassen kann.

Fazit

BMW hat mit der F 900 R einen extrem dynamischen Roadster hingestellt, der insbesondere mit einigen optionalen Erweiterungen keine Wünsche offenlässt. Egal ob man auf Tour, zur Arbeit fährt, abends mal in die Stadt zum Bummeln geht oder mit den Kumpels ne flotte Runde drehen möchte, die Bayerin ist nie überfordert.

Wo man beim Vergleich mit der Konkurrenz ehrlich sein muss – die F 900 R wir in ihrer Basis extrem günstig angeboten, doch glaube ich nicht, dass es viele geben wird die genau so „nackt“ über die Ladentheke gehen. Denn wer einmal mit den Optionen liebäugelt, der wird unweigerlich im Aufpreisstrudel festhängen, es aber auch nicht bereuen.

Die Fahrten mit dem bayrischen Roadster war weder für meine Frau noch für mich gut, denn ich frag mich seit dem wozu man überhaupt mehr benötigt und sie war froh, wenn ich auf die S 1000 RR (Bericht folgt) stieg und sie mit ihr fahren konnte.

Nochmal putzen und dann geht´s zurück zu BMW – leider!

Kurzcheck

Positiv

  • Toller Sound, jedoch nie nervig für die Umwelt
  • Sehr gute Ergonomie in allen Bereichen für jede Größe
  • Fahrwerk und Motor bieten deutlich mehr als man denkt
  • Tolles Gerät für jeden Anlass

Negativ

  • Ein bis zwei Liter mehr Tankvolumen wäre gut
  • Großer Aufpreis-Katalog
  • Kaum Spritzschutz im Regen

Bilder vom Alltagstest der BMW F 900 R

Fotos: Rainer Friedmann ‚Kraftrad‘

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