Über Land nach Oberstdorf – kleine Straßen, große Freude

Manchmal braucht es gar nicht die ganz große Reise. Manchmal reicht ein freier Tag, ein voller Tank und die Entscheidung, nicht den schnellen Weg zu nehmen. Also ging es diesmal von Fellbach aus komplett über Land Richtung Oberstdorf – ohne Autobahn, ohne Eile, dafür mit vielen kleinen Straßen, schönen Kurven und genügend Momenten zum kurzen Durchatmen.

Der Start führte zunächst über Reutlingen hinauf Richtung Sonnenbühl. Schon hier beginnt sich die Landschaft langsam zu öffnen. Weg vom Verkehr rund um Stuttgart, hinein in die ruhigeren Ecken der Schwäbischen Alb. Über Hermentingen und Sigmaringen ging es weiter bis nach Mengen. Ziel für die Mittagspause war das Haus am See – und genau dort passte alles: traumhafte Lage, entspannte Pause und ein richtig leckeres Mittagessen mit Blick auf den See.

In Kressbronn – endlich kostenlose Motorradstellplätze in Seenähe

Danach ging es weiter Richtung Salem und anschließend hinunter nach Kressbronn an den Bodensee. Dort ist man zwar nie ganz alleine, aber irgendwie muss man trotzdem hin. Kurz anhalten, den Blick über das Wasser schweifen lassen und ein bisschen Bodensee-Luft genießen – das gehört einfach dazu. Besonders erfreulich: Endlich gibt es dort kostenlose Motorradparkplätze. Für uns Zweiradfahrer eine kleine, aber durchaus feine Nachricht.

Am Bodensee – immer wieder eine Reise Wert

Von Kressbronn aus wurde die Strecke dann wieder deutlich spannender. Weiter Richtung Scheidegg wartete eine richtig feine, kurvige Bergstraße – genau das richtige Terrain, um wieder in den Fahrfluss zu kommen. Nicht hetzen, nicht kämpfen, einfach sauber durch die Kurven rollen und genießen. Danach folgte der vielleicht schönste Teil der Tour: über ganz kleine, verschlungene Wege weiter Richtung Doren. Schmale Straßen, kaum Verkehr, viel Grün, immer wieder die noch leicht schneebedeckten Berge im Blick und dazu dieses Gefühl, gerade nicht einfach nur von A nach B unterwegs zu sein, sondern die Strecke selbst zum Ziel zu machen.

In Sibratsgfäll gab es noch einen kurzen Kaffeestopp. Eigentlich wollten wir gar nicht so richtig ankommen, weil es unterwegs einfach zu schön war. Also noch einmal durchatmen, die Berge wirken lassen und ein bisschen Kraft sammeln für den letzten Abschnitt. Der führte schließlich über den Riedbergpass hinüber nach Oberstdorf. Ein Klassiker, aber immer wieder schön – vor allem, wenn man nach so einer ausgedehnten Landstraßenrunde langsam ins Allgäu eintaucht.

Noch schnell ums Eck und dann sind wir in Oberstdorf

Am Ende war es keine große Abenteuerreise, kein epischer Alpenritt und auch keine Tour, die man bis ins kleinste Detail zerlegen muss. Es war einfach ein richtig schöner Motorradtag: über Land, mit gutem Essen, Bodenseeblick, kleinen Straßen, feinen Kurven und dem Ziel Oberstdorf vor Augen, wo der Frühling gerade erst so richtig angekommen ist. Genau solche Tage zeigen, warum Motorradfahren so viel mehr ist als nur Fortbewegung. Man kommt an – aber vor allem ist man unterwegs.

👉 Impressionen von unserer 1.Mai Tour nach Oberstdorf

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