Honda auf der EICMA 2016

Honda präsentierte ihre Neuheiten traditionell am Vorabend in Mailand. Nachdem auf der Intermot bereits die CB1100 sowie eine lang ersehnte Nachfolgerin der Fireblade mit der SP und SP-2 präsentiert wurde, waren die Erwartungen nicht mehr so groß – doch es gab was spannendes zu sehen.

Eröffnet wurde der Abend mit den überarbeiteten Rollern VISION 110, Forza 125, SH125i und SH150i. So haben die in Europa sehr populären SH-Modell ein neues Bodywork-Design bekommen, LED-Lichttechnik und natürlich einen Fahrleistungsoptimierten EURO4-tauglichen Motor. Dazu kommt noch mehr Stauraum mit Bordsteckdose und Honda Smart Key-Technik. Beim Vision wurde durch das reibungsarme eSP-Triebwerk, verbessertem Durchzug und niedrigem Verbrauch, sowie durch optimiertem Bodywork erzeugter Bewegungsfreiheit und erhöhten Beifahrerkomfort, einer optimierten Gabel und CBS-Verbundbremse, mehr Wert auf Alltagstauglichkeit gelegt.

Die populären Roller von Honda - Vision100, SH125i und Forza 125
Die populären Roller von Honda – Vision100, SH125i und Forza 125

Nun ging´s in den „Dreck“ mit der CRF250 Rally. Optisch ist die Kleinenduro stark an das 450ziger Dakar-Werksbike angelehnt und wird mit einem 25PS starken flüssigkeitsgekühlter Einzylinder-Motor angetrieben. Ein hoher Windschutz sowie recht breite Verkleidung und der 10 Liter fassende Tank, machen sie sicherlich fit für lange Touren auf jedem Geläuf. ABS-Technisch ist die Kleine Enduro mit dem Zweikanal-ABS der African Twin ausgestattet, welches sich im Gelände an der Hinterhand abschalten lässt.

Die kleine Enduro Honda CRF250 Rally ganz groß
Die kleine Enduro Honda CRF250 Rally ganz groß

Zurück auf der Straße stand die überarbeitete Vierzylinder-Naked CB650F und verkleidete CBR650F bereit. Hier wurde ebenfalls im Detail gearbeitet, die Motorleistung um 4PS gesteigert und EURO4 tauglich gemacht, sowie komplett mit LED-Technik ausgestattet.

Ein Fingerzeig an die Konkurrenz? Marc Márquez mit der CBR1000RR Fireblade
Ein Fingerzeig an die Konkurrenz? Marc Márquez mit der CBR1000RR Fireblade

Die Standard Fireblade durfte natürlich nicht fehlen. 2017 wird es also zum 25-jährigen Jubiläum CBR1000RR Fireblade Trio geben, mit einer Grundversion, einer SP analog zur aktuellen und einer für den Rennsport optimierten auf 500 Stück limitierten SP-2. Die Basisversion wird 192PS bei 196Kg vollgetankt haben. Dazu sind alle gängigen Fahrassistenzsysteme wie Riding Modes, schräglagenabhängige HSTC-Traktionskontrolle, eine einstellbare Motorbremse und Gyro-Sensor-gesteuertes ABS mit Kurvenfunktion an Board. Fahrwerkstechnisch baut Honda auf den bewerten Showa Partner sowie Tokico Bremszangen. Ein Quickshifter kann optional ergänzt werden.

Standard Fireblade in Matt Schwarz oder Winning Red
Standard Fireblade in Matt Schwarz oder Winning Red

Der wirkliche Blickfang war dann aber der X-ADV. Ein sehr eigenständiges Rollerkonzept mit dem Honda einen neuen Markt erschließen möchte. Hier haben die Kollegen in Italien sich vom Integra-Roller und der Africa Twin inspirieren lassen und ein neuartiges Crossover-Modell erschaffen. Ein DCT übersetzter 745 Kubik-Reihenzweizylinder-Motor mit 55PS treiben den böse dreinblickenden Enduro-Roller an, verstellbares Windschild sowie ein konifizierte Lenker mit Handprotektoren, lassen Enduro-Gefühle aufkommen. Ob Honda damit einen Volltreffer gerade in Italien landet wird sich zeigen, für mich persönlich ist dieser Roller im SUV-Style mal was ganz anderes, was sich von den üblichen Rollern deutlich unterscheidet. Daumen hoch für dieses Wagnis!

Roller im SUV-Style - der Honda X-ADV eröffnet einen ganz neuen Rollermarkt
Roller im SUV-Style – der Honda X-ADV eröffnet einen ganz neuen Rollermarkt

Enttäuschend war dann allerdings, dass es keine neue CB1000R gibt! Sie taucht nicht einmal in der Liste der für EURO4 überarbeiteten Bikes auf. Hier verschläft Honda weiter einen starken Markt. Die VFR800F, sowie beide X-Modelle hingegen wurden fit für 2017 gemacht und werden in neuen Farben angeboten.

Auf dem Messestand präsentierte Honda dann nochmals 2 hoch interessante Studien. Mit der CB1100 TR, einem sogenannten Flat-Track-Racer, setzen die Römer Hondajungs den ‘King of Urban Flat Track Circuits’ Styl perfekt um. Farblich und Umbautechnisch ein absoluter Hingucker, der einen fesselt und die Lust auf eine coole Racing-Session aufkommen lässt.

Flat-Track-Racer CB1100 TR- Tolle Studie von Honda auf Basis der CB1100
Flat-Track-Racer CB1100 TR- Tolle Studie von Honda auf Basis der CB1100

Mit dem Enduro Sport Concept einer CRF1000L Africa Twin, wecken die italienischen Designer von Honda ganz anderes Verlangen – Hardcore-Enduro-Racing. Eine auf´s wesentliche reduzierte und mit zahlreichen Leichtbau-Komponenten der wettbewerbstauglichen CRF-Motocrosser ausgerüsteten Africa Twin, machen dieses Bike ready für extreme Offroad-Einsätze.

Hardcore-Enduro-Racing auf Basis einer Africa Twin
Hardcore-Enduro-Racing auf Basis einer Africa Twin

Es bleibt nur zu hoffen, dass diese beiden Bikes genau so kommen mit viel Emotion und Leidenschaft.


Text: Rainer Friedmann ‚Kraftrad‘
Bilder: Rainer Friedmann ‚Kraftrad‘

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