WDW 2026 – Wenn Misano rot glüht

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118.000 Fans, 100 Jahre Ducati, Rennsport, Stars, Corso, Shows und jede Menge Gänsehaut: Drei Tage World Ducati Week in Misano haben mir gezeigt, warum dieses Event auf die Bucket List jedes Motorradfans gehört – ganz egal, welche Marke zuhause in der Garage steht.

Es gibt Veranstaltungen, die besucht man. Und es gibt Veranstaltungen, die erlebt man. Die World Ducati Week gehört ohne Zweifel zur zweiten Kategorie.

Natürlich dreht sich in Misano fast alles um die Roten aus Borgo Panigale. Doch wer glaubt, die WDW sei ausschließlich ein Treffen für eingefleischte Ducatisti, hat etwas Entscheidendes übersehen. Ducati öffnet hier sein großes Herz für alle Motorradbegeisterten. Es geht um Leidenschaft, Rennsport, Freundschaften und um dieses besondere Lebensgefühl, das Motorradfahrer auf der ganzen Welt miteinander verbindet.

Mehr als 118.000 Besucher aus 94 Nationen kamen am ersten Juli-Wochenende zur mittlerweile 13. World Ducati Week an den Misano World Circuit Marco Simoncelli. 2026 gab es zudem einen ganz besonderen Grund zum Feiern: 100 Jahre Ducati.

Und spätestens nach drei Tagen dort versteht man, warum dieses Event längst Kultstatus genießt.

Einfahrt in eine besondere Welt in der Herzlichkeit und Begeisterung für eine Marke gelebt wird

Schon die Anreise gehört dazu

Für mich begann das Abenteuer morgens um vier Uhr. Knapp 860 Kilometer lagen zwischen Stuttgart und Misano. Über den Fernpass ging es Richtung Italien und anschließend größtenteils über die Autobahn bis an die Adriaküste. Leider musste es der direkte Weg sein, da ich am Vortag nicht freinehmen konnte.

Bis Modena fand ich selbst die Autobahnetappe überraschend angenehm, danach wurde es etwas eintöniger und vor allem immer heißer. Dafür nahm mit jedem Kilometer die Zahl der vollgepackten Ducati zu. Erst einzelne Maschinen, dann ganze Gruppen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und anderen Ländern.

Spätestens an den Raststätten und Mautstationen wird aus der eigenen Anreise eine kleine Völkerwanderung Richtung Misano. Man kommt miteinander ins Gespräch, grüßt sich und merkt: Wir wollen alle zum selben Ort.

Genau deshalb würde ich die World Ducati Week immer mit einer Motorradtour verbinden. Gardasee, Dolomiten oder die Schweizer Alpen lassen sich hervorragend einbauen. Wie sich später noch zeigen sollte, war für mich nach drei Tagen WDW nämlich noch lange nicht Schluss.

Vom Motorrad direkt in den Lamborghini

Kaum in Misano angekommen, wartete bereits das erste unerwartete Highlight auf mich. Nach rund 860 Kilometern auf dem Motorrad hatte ich am Freitagnachmittag die Gelegenheit, für etwa eine halbe Stunde auf vier Räder umzusteigen – allerdings nicht auf irgendwelche: Ducati hatte eine Ausfahrt mit einem Lamborghini Urus S organisiert.

In einem kleinen Konvoi ging es durch die Orte rund um Misano. Und mindestens genauso faszinierend wie das Auto selbst war für mich die Reaktion der Menschen. Kinder standen am Straßenrand und winkten, Passanten reckten begeistert den Daumen nach oben und selbst aus anderen Autos wurde gehupt, geklatscht und gegrüßt.

Das hatte etwas unglaublich Sympathisches. Statt Neid oder skeptischer Blicke spürte man vor allem Begeisterung für ein besonderes Fahrzeug. Lamborghini gehört hier genauso zur italienischen Motorenkultur wie Ducati oder Ferrari. Während man mit einem derart auffälligen und teuren Auto bei uns schnell einmal kritisch beäugt wird, hatte ich rund um Misano das Gefühl: Die Leute freuen sich einfach mit.

Und der Urus S selbst? Schon eine ziemlich geile Kiste. Sein 4,0-Liter-V8-Biturbo schickt 666 PS und 850 Nm über alle vier Räder auf den Asphalt. Im zahmeren Fahrmodus gibt er sich erstaunlich komfortabel, ein paar Klicks später wird daraus eine echte Wucht. Wenn die 666 PS loslegen, begleitet von sattem V8-Sound, vergisst man ziemlich schnell, dass man eigentlich in einem über zwei Tonnen schweren SUV sitzt.

Innen geht es edel weiter: feine Materialien, tolle Verarbeitung und jede Menge nette Gimmicks. Allerdings musste ich auch ein wenig schmunzeln. Bei manchen Schaltern und Bedienelementen dachte ich sofort: Moment mal, die kenne ich doch aus meinem Audi S3! Die Konzernverwandtschaft lässt sich eben selbst in einem Lamborghini nicht ganz verstecken.

Aber wenn 666 PS anschieben und draußen die Leute winken, klatschen und den Daumen hochhalten, ist einem das ziemlich egal. Audi-Gene hin oder her – der Urus S macht einfach verdammt viel Spaß.

Das war schon mal ein mega cooler Einstieg in die World Ducati Week. Und gleichzeitig der erste Vorgeschmack darauf, wie sehr diese Region Benzin im Blut hat.

Willkommen in einer anderen Motorradwelt

Schon bei der Einfahrt ins Fahrerlager wird klar, dass Ducati solche Großveranstaltungen beherrscht. Selbst wenn sich morgens eine teilweise 200 Meter lange Motorradschlange bildet und in Viererreihen auf den Einlass wartet, bleibt alles erstaunlich locker.

Interessant ist das Sicherheitskonzept. Aufwendige Taschenkontrollen, wie man sie von vielen anderen Großveranstaltungen kennt, gibt es nicht. Wer mit dem Motorrad ins Fahrerlager fährt, bekommt ein Armband für sich und eines fürs Bike. Beim Verlassen wird kontrolliert, ob beides zusammengehört. Einfach, effektiv und während meiner drei Tage völlig problemlos.

Noch stärker als die Organisation ist allerdings die Atmosphäre. Kein Gedränge, keine Hektik, keine schlechte Laune. Stattdessen wird überall gefachsimpelt, gelacht, fotografiert und gefilmt. Menschen aus aller Welt kommen innerhalb weniger Sekunden miteinander ins Gespräch.

Egal ob Italiener, Deutscher, Engländer oder Spanier – hier sprechen alle dieselbe Sprache: Motorrad.

Ducati, wohin man blickt

Das Fahrerlager allein könnte einen problemlos einen ganzen Tag beschäftigen. Natürlich dominieren aktuelle Panigale, Streetfighter und Multistrada, doch dazwischen stehen in praktisch jeder Reihe Klassiker, Youngtimer und legendäre Oldtimer.

916, 748, 999, Monster der ersten Stunde, seltene Sondermodelle, historische Maschinen und individuell aufgebaute Einzelstücke: Ein Lieblingsmotorrad herauszupicken ist nahezu unmöglich. Kaum glaubt man, das schönste Bike gefunden zu haben, steht zehn Meter weiter schon das nächste.

Dazu kommen die Ducati Official Clubs, kurz DOC. Sie reisen aus aller Welt an, bringen ihre Banner mit und verwandeln Teile des Fahrerlagers in eine riesige internationale Ducati-WG. Bei weit über 30 Grad dienen die Clubbanner nebenbei noch als Sonnenschutz für die darunter abgestellten Motorräder.

Ducati-Leidenschaft in Reinkultur.

Unfassbar viele Ducatis, von neu bis Retro, alle top gepflegt und mit viel Liebe teils verschönert. Allein hier herumlaufen ist schon eine Freude

100 Jahre Geschichte – und trotzdem Blick nach vorne

Natürlich blickte Ducati beim 100. Geburtstag ausführlich zurück. Im Heritage-Bereich standen Motorräder aus unterschiedlichsten Epochen, gleichzeitig zeigte die Marke aber auch, wohin die Reise künftig gehen könnte.

Eine der großen Neuheiten war die Ducati Desmo 450 SM. Mit der neuen Supermoto erschließt Ducati ein für die Marke völlig neues Segment und sorgte entsprechend für viel Aufmerksamkeit.

Neuheiten gab´s auch – Ducati Desmo 450 SM

Am anderen Ende der Exklusivitätsskala stand die streng limitierte Superleggera V4 Centenario. Carbon, kompromissloser Leichtbau und Technik aus dem Rennsport machen sie zu einer der extremsten straßenzugelassenen Ducati überhaupt. So ein Motorrad schaut man sich nicht einfach kurz an – man läuft darum herum und entdeckt immer wieder neue Details.

Dazwischen gab es Technikbereiche mit Partnern wie Bosch, Brembo, Dainese, Spidi oder Ilmberger, Serviceangebote und Probefahrten. Für Action sorgten unter anderem die Freestyle-Motocross-Fahrer mit ihren spektakulären Sprüngen – eine willkommene Abwechslung zwischen all den Motorrädern im Fahrerlager. Und natürlich gab es Merchandise, was das Herz begehrt.

Auch Individualisten kamen auf ihre Kosten. Beim Ducati Garage Contest standen außergewöhnliche Umbauten und liebevoll aufgebaute Einzelstücke im Mittelpunkt. Hier zeigte sich einmal mehr, wie unterschiedlich eine Ducati interpretiert werden kann – vom dezenten Umbau bis zum echten Hingucker. Entsprechend viel gab es rund um die ausgestellten Bikes zu entdecken und zu diskutieren.

Beim Ducati Heritage Contest, stand viel Geschichte bereit, bestaunt zu werden

Positiv fand ich auch die Preise auf dem Gelände. Essen und Getränke waren für eine Veranstaltung dieser Größenordnung überraschend fair kalkuliert.

Rennsport zum Anfassen

Natürlich schlägt das eigentliche Herz der WDW auf der Rennstrecke.

Schon die Legends Laps waren ein Erlebnis. Casey Stoner, Carl Fogarty, Loris Capirossi, Rubén Xaus und weitere Größen der Ducati-Geschichte gingen gemeinsam mit aktuellen Piloten auf die Strecke. Keine Jagd nach Rundenrekorden, sondern ein paar Showrunden – und trotzdem Gänsehaut.

Wo bekommt man diese Namen heute noch gemeinsam auf einer Rennstrecke zu sehen?

Noch bemerkenswerter ist die Nähe zu den Fahrern. Fotos, Autogramme oder ein kurzer Plausch gehören in Misano ganz selbstverständlich dazu. Die Stars verschwinden nicht sofort hinter irgendwelchen Absperrungen. Man begegnet ihnen.
Und manchmal sogar völlig unerwartet.

Plötzlich steht da Casey Stoner

Einer meiner ganz persönlichen Momente des Wochenendes passierte deshalb nicht auf der Rennstrecke, sondern auf einer Treppe.

Ich kam von der Dachterrasse herunter, von der wir das Renngeschehen hervorragend verfolgen konnten, und plötzlich stand dort Casey Stoner. Einfach so. Keine große Menschentraube, keine Hektik, keine inszenierte Autogrammstunde.

Natürlich konnte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen und sprach ihn an.

Eine ganz besondere Begegnung – lockeres Gespräch mit Casey Stoner

Aus dem kurzen Hallo wurden ein paar völlig ungezwungene Worte über die World Ducati Week. Stoner erzählte, wie beeindruckend es selbst für ihn immer wieder sei, diese unglaubliche Masse an Ducati und die Begeisterung der Menschen zu erleben. Er wollte wissen, woher ich komme und natürlich auch, was ich selbst fahre. Meine Antwort sorgte bei ihm zumindest für ein kleines Schmunzeln.

Es war kein großes Interview und sollte auch keines werden. Einfach ein kurzer Smalltalk zwischen zwei Motorradbegeisterten mitten im Trubel der WDW.

Gerade deshalb blieb mir die Begegnung so in Erinnerung. Stoner wirkte unglaublich freundlich, ruhig und völlig unkompliziert. Wenn man ihn so erlebt, versteht man schnell, warum dieser Kerl bei den Ducatisti bis heute einen derart hohen Stellenwert besitzt.

Wie sehr sie ihn lieben, zeigte sich spätestens bei der großen Jubiläumsshow. Als Stoner angekündigt wurde, wurde er frenetisch gefeiert. Er schenkte Ducati 2007 den ersten MotoGP-WM-Titel – und das haben die Fans bis heute nicht vergessen.

Wenn Tausende Ducati gleichzeitig erwachen

Einer der emotionalsten Momente der gesamten WDW ist der große Corso. Tausende Motorräder sammeln sich vor der Einfahrt auf die Rennstrecke. Dann werden nahezu gleichzeitig die Motoren gestartet. Und plötzlich lebt der Boden.

Das dumpfe Bollern der Zweizylinder, die modernen V4-Triebwerke und dazwischen überall dieses unverwechselbare metallische Rasseln der Ducati-Trockenkupplungen. Diesen Sound kann man eigentlich nicht beschreiben. Man muss mitten drinstehen und ihn fühlen.

Dann öffnet sich die Strecke und die Ducati-Massen setzen sich in Bewegung. Zwei Runden über den Misano World Circuit, dazwischen das spektakuläre Gruppenbild auf Start-Ziel. Das Tempo spielt dabei überhaupt keine Rolle. Allein zwischen Tausenden anderen Motorrädern über den Grand-Prix-Kurs zu rollen, ist Gänsehaut pur.

Mit der Ducati Hypermotard V2 SP cruiste ich mit gefühlt tausenden anderen Ducatis um den Kurs – Gänsehautmomente

Und plötzlich gehört die ganze Region dazu

Nach Misano ist noch lange nicht Schluss. Der Corso zieht weiter Richtung Adriaküste und spätestens jetzt zeigt sich, wie anders Italien mit Motorrädern und Motorsport umgeht. Die Dimensionen waren gewaltig: Rund 18 Kilometer zog sich die Motorradschlange vom Misano World Circuit bis zum Samsara Beach in Riccione.

Tausende Bikes fahren durch die Orte. Ein paar Polizisten regeln entspannt die Kreisverkehre, Kinder winken, Menschen stehen am Straßenrand, fotografieren und jubeln.

Keiner scheint genervt. Die ganze Region feiert einfach mit.

Ziel war der Samsara Beach in Riccione, wo Ducati zur großen Beachparty geladen hatte. Motorräder, Meer, Musik und Tausende Menschen – besser kann man einen solchen Tag kaum ausklingen lassen.

Irgendwann gegen ein Uhr nachts habe ich trotzdem die Segel gestrichen. Immerhin hatte mein Tag bereits morgens um vier Uhr begonnen. Erstaunlicherweise war ich nach 860 Kilometern und unzähligen Eindrücken aber weniger müde als vielmehr komplett geflasht von diesem ersten Tag.

Bulega und das Race of Champions

Auch sportlich hatte die WDW einiges zu bieten. Neben den V2-Wettbewerben war das Lenovo Race of Champions natürlich der Höhepunkt. Wenn Ducati 16 seiner Werks- und Rennfahrer auf identischen Panigale V4 Tricolore gegeneinander antreten lässt, gibt es wenig Raum für Ausreden.

Vorbereitung zum Lenovo Race of Champions – da war alles auf der Zielgeraden was Rang und Namen hat

Nicolò Bulega gewann vor Alberto Surra und Lorenzo Baldassarri. Noch beeindruckender als das Ergebnis war für mich allerdings, wie er mit seiner Ducati umging. Fahrer und Motorrad wirkten wie eine einzige, perfekt harmonierende Einheit.

Bei Bulega sieht derzeit alles unglaublich selbstverständlich aus. Man hat fast das Gefühl, er müsse dem Motorrad gar nicht mehr sagen, was es tun soll. Es weiß es bereits.

Wer ihn in Misano beobachtete, verstand sehr schnell, warum er aktuell das Maß der Dinge in der Superbike-Weltmeisterschaft ist. In dieser Form stellt sich eigentlich nur eine Frage: Wer soll ihn derzeit schlagen?

100 Jahre Ducati unter dem Nachthimmel

Der Samstagabend gehörte ganz der Geschichte der Marke.

Auf der Strecke inszenierte Ducati über rund zwei Stunden seine 100-jährige Historie. Mitarbeiter, Ingenieure, Rennteams, Partner und Legenden wurden vorgestellt, aktuelle und ehemalige Rennfahrer rollten auf die Bühne und plötzlich stand dort eine ganze Reihe Motorräder und Menschen, die gemeinsam für Jahrzehnte Motorsportgeschichte standen.

Besonders emotional wurde es bei Francesco Bagnaia. Als die Tribünen minutenlang „Pecco, Pecco, Pecco“ riefen, war selbst auf der großen Leinwand zu erkennen, wie nahe ihm dieser Empfang ging.

Und auch Marc Márquez wurde frenetisch gefeiert. Einen einzelnen Buhruf meine ich gehört zu haben – mehr nicht. Wer sich gefragt hatte, ob die Ducatisti Márquez wirklich angenommen haben, bekam an diesem Abend eine ziemlich eindeutige Antwort.
Zum Abschluss zeichneten Hunderte Drohnen Ducati-Logos, Motorräder und „100 Jahre Ducati“ in den Nachthimmel, begleitet von einem gewaltigen Feuerwerk.

Kitschig? Vielleicht ein bisschen. Aber verdammt wirkungsvoll.

Beeindruckend, wenn alle Champions, Werksteams und einige Ducati Mitarbeiter sich präsentieren

Mein Tipp: Nicht einfach wieder nach Hause fahren

Nach drei Tagen Misano hätte ich natürlich einfach die Autobahn Richtung Stuttgart nehmen können. Aber nach so einem Wochenende einfach stumpf nach Hause fahren? Keine Chance.

Also ging es zunächst an den Gardasee. Dort eine Nacht schlafen und am nächsten Morgen nicht den kürzesten, sondern den vermutlich deutlich schöneren Weg nach Hause nehmen.

Ledrosee, Madonna di Campiglio, Passo Tonale, Gaviapass, Stilfser Joch, Reschenpass, Samnaun, Piller Höhe, Hahntennjoch und Tannheimertal standen anschließend noch auf dem Programm.

Am Ende wurden daraus 710 Kilometer, 13 Stunden, vier Länder, rund 10.000 Höhenmeter und etwa 150 echte Tornanti.
Aber das ist eine andere Geschichte ➡️ 710-Kilometer-Alpenrausch-Heimfahrt vom Gardasee nach Stuttgart.

Genau deshalb mein Tipp für eine künftige World Ducati Week: Plant ein paar Tage mehr ein. Die WDW lässt sich perfekt mit Gardasee, Dolomiten oder einer großen Alpenrunde verbinden. Und wer noch Zeit hat, hängt vorher oder danach ein paar Tage an der Adria dran.

So wird aus drei Tagen WDW eine bleibende Motorradreise.

Was man für die nächste WDW wissen sollte

Wer zur nächsten World Ducati Week möchte, sollte frühzeitig eine Unterkunft buchen. Rund um Misano, Riccione und Rimini gibt es zwar Hotels und Ferienwohnungen ohne Ende, aber eben auch Zehntausende andere Besucher mit derselben Idee.
Camping ist ebenfalls möglich, allerdings auf den dafür vorgesehenen Flächen. Einfach irgendwo wild das Zelt aufschlagen oder den Camper abstellen sollte man sich sparen.

Und noch zwei Dinge gehören unbedingt ins Gepäck: Sonnencreme und genügend Gummi.

Bei deutlich über 30 Grad verbringt man schließlich den ganzen Tag draußen. Und wer anschließend noch ein paar Alpenpässe dranhängt, sollte nicht mit Reifen anreisen, die bereits beim Start nach Restprofil aussehen.

Mein Fazit zur WDW 2026

Nach drei Tagen Misano bleibt für mich vor allem eines hängen: Die World Ducati Week ist viel mehr als ein großes Markentreffen.

Natürlich steht Ducati im Mittelpunkt. Aber am Ende geht es um Motorräder, Motorsport, Begegnungen und diese ganz besondere Leidenschaft, die Menschen aus aller Welt verbindet.

Die Nähe zu den Fahrern, Tausende Motorräder im Fahrerlager, Rennsport auf höchstem Niveau, die DOCs, der Corso, die Beachparty, die Jubiläumsshow und solche völlig ungeplanten Momente wie meine Begegnung mit Casey Stoner machen die WDW zu einem Erlebnis, das sich nur schwer mit einer anderen Veranstaltung vergleichen lässt.

Man schaut hier nicht einfach nur zu. Man ist mittendrin. Und deshalb würde ich die World Ducati Week auch jedem Motorradfan empfehlen, der mit Ducati eigentlich gar nichts am Hut hat.

Fahrt einmal hin. Erlebt diese drei Tage. Hört Tausende Ducati gleichzeitig starten, steht beim Corso mitten auf dem Misano World Circuit und erlebt, mit welcher Begeisterung eine ganze Region Motorrad lebt.

Danach versteht ihr, warum so viele immer wiederkommen. Ich inzwischen auch.

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