Saisonfinale Oschersleben – That’s Racing (leider!)

In Oschersleben steht traditionell das Saisonfinale der German-Moto-Masters auf dem Programm. Freitags nochmals Training, Samstag ein letztes Rennen und am Abend dann die rauschende Race-Party mit Siegerehrung in allen Klassen. Auf der einen Seite immer sehr schade, da die Saison somit erst mal rum ist, auf der anderen Seite auch irgendwie schön, dass die Saison rum ist. Leider lief alles aber etwas anders als gedacht und die Phrase „That’s Racing“ schlug erbarmungslos zu.

Die ganze Woche lief schon nicht optimal, da in der Arbeit so viel los war, dass ich nicht rechtzeitig rauskam und so auch nicht am Vortag anreisen konnte. Aber gut dachte ich mir, die Wetteraussichten für Freitag waren eh durchwachsen mit viel Regen am Morgen. Und so fuhr ich erst am Freitag in der Früh um 4.15 Uhr hoch zu Strecke – gute 6 Stunden Fahrt, so könnte ich spätestens um 11 Uhr ins Geschehen eingreifen.

9:09 Uhr – Einfahrt ins Fahrerlager Oschersleben

Lief soweit auch super, kam gut durch, wie geplant an, in der Box war mein Platz frei, schnell aufbauen und gleich noch auf Regenreifen wechseln, da es nun doch länger feucht sein sollte. Gegen 11.45 Uhr ging es dann raus die ersten 6 Liter Sprit verbrennen. Lief gleich richtig gut, sodass die ich im nächsten Umlauf gleich den ganzen Tank vollmachte um so lange wie möglich fahren zu können. Nach gut 25 Minuten kam es dann zum Trainingsabbruch und das Unheil nahm seinen Lauf.

Schnell Regenreifen drauf – mit denen hatten ich in Most einen 6.Platz eingefahren!

Ein Vollpfosten – sorry für den Ausdruck – hatte sich abgelegt, Bike aufgehoben und zurück in die Box gefahren. Dabei nicht bemerkt, dass der Seitendeckel ein Loch hatte und so die komplette Strecke eingeölt! Folge, die Jungs und Mädels mussten 1 Stunde lange die Strecke putzen bei noch leichtem Regen.

Um die ganze Strecke musste geputzt werden!

Gegen 13 Uhr war sie wieder freigegeben und ich wollte schnell meine Runden drehen, da das Qualifying am Nachmittag anstand. Drei Runden zur Orientierung um zu checken wo es noch Ölflecken gibt – ok passt – also Gas. Lief dann auch super bis Ende Gegengerade. Direkt beim anlegen der Bremse geht das Vorderrad weg, ich schlag rechts bitterbös auf den Asphalt und dann begann eine gefühlt nicht enden wollende Rutschpartie. Zwischendurch sah ich mein Bike vor mir, dachte noch „das erschlägt mich schon mal nicht!“. Nächster Gedanke „Schlüsselbein tut weg, fühlt sich aber besser an als beim letzten Einschlag!“. In der Zwischenzeit ging´s Richtung Kiesbett „Füße hoch, nicht dass ich mich verhake wie Wayne Rainey damals!“. Tja und dann lag ich da, stand wutentbrannt auf, sah mein Bike qualmen und wollte nur weg! „Was ein Mist!“

Es lief so gut – extra noch die „alte“ Schwabenleder an, damit ich später ne trockene 2.Kombi hätte

Schnell kam ein Krankenwagen vorbei um mich einzusammeln und es ging ab ins Medikalcenter zum Check. Ich gefrustet, aber soweit alles gut, holten mich Tina und Martina liebevoll ab (DANKE) – mit ein Grund warum ich hier mitfahre, denn man schaut nach den anderen und es entstehen sehr schöne Freundschaften, man ist für einander da! Zurück in der Box, stand mein gutes Teil direkt vor der Box – ohje. Achim #150 gleich zu mir, „komm, die zerlegen wir schnell, putzen sie, dann schaut´s nimmer schlimm aus. Hast noch ne Kanzel? Raste bekommen wir hin! Da fährst morgen“.

Das will man nicht sehen, und dann auch noch mit Überschlag auf die teure Auspuffseite

Erst mal raus aus den Klamotten, inzwischen lag auch schon ein Schlauch zum putzen da, Verkleidung ab und ran ans Werk. Doch schnell war klar, alle Teile würde ich nicht so einfach bekommen und inzwischen kamen auch ordentlich die Schmerzen durch. Also – einpacken und am selben Tag noch heimfahren, da ich dachte am nächsten Tag wird´s noch viel mehr weh tun.

So ging es also gegen 17 Uhr wieder heim, ohne letztes Rennen, ohne Chance meinen Platz als Beste Fireblade aus eigener Kraft zu sichern, ohne schöne Abschlussfeier und ohne Pokal. Am Ende reichte es aber doch zum Titel „Beste Honda Fireblade“ und Platz 22 in der Gesamtwertung. Nun heißt es gut durch den Winter kommen, das tolle Gefühl der Saison mitnehmen, Bike wieder fit machen und 2020 noch motivierter und fokussierter an den Start zu gehen.

Die Ausbeute in der German-Moto-Master Saison 2019 – Platz 6 in Most und am Ende Platz 22

Bilder vom Saisonfinale der German-Moto-Masters in Oschersleben
Bilder: Rainer Friedmann ‚Kraftrad‘, René Unger (Racepixx)

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