Metzeler Sportec 01 & 01 RS – zwei neue Sportreifen, eine klare Ansage!

Mehr Grip, mehr Präzision und jede Menge Fahrspaß! Metzeler schickt mit dem neuen Sportec 01 und dem noch sportlicheren Sportec 01 RS gleich zwei neue Reifen ins Rennen. Doch wie viel Rennstrecke steckt tatsächlich in den neuen Gummis aus Breuberg? Ich durfte beide beim internationalen Pressetest in Spanien ordentlich hernehmen – auf kurvigen Landstraßen und dem Circuito Monteblanco. Und eines kann ich schon verraten: Die beiden haben richtig Laune gemacht!

Für Eilige: Zwei Reifen, zwei Charaktere – beide verdammt sportlich! Mit dem Sportec 01 und dem Sportec 01 RS bringt Metzeler zwei neue Supersportreifen, die sich eine technische Basis teilen, aber unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Der Sportec 01 überzeugt mit schnellem Warm-up, neutralem Handling und reichlich Grip auf der Landstraße. Der Sportec 01 RS legt bei Präzision, Schräglagengrip und Rennstreckenperformance nochmals nach. Besonders beeindruckend: Beide funktionieren auch ohne Reifenwärmer vom Start weg erstaunlich gut. Wer sportlich auf der Straße unterwegs ist, dürfte mit dem Sportec 01 bestens bedient sein. Wer dagegen regelmäßig auf der Rennstrecke angast, findet im RS einen spannenden Kompromiss zwischen Straßenreifen und reinrassigem Rennsportgummi.

Metzeler bläst zum Angriff – und zwar gleich doppelt!

Der Markt für sportliche Motorradreifen ist wieder ordentlich in Bewegung. Nach einigen schwierigeren Jahren zeigt das Segment inzwischen wieder Wachstumstendenzen. Für Metzeler ist das natürlich ein besonders interessantes Spielfeld, schließlich gehört die Marke zusammen mit Pirelli seit Jahrzehnten zu den festen Größen im sportlichen Reifengeschäft.

Mit dem neuen Sportec 01 und dem Sportec 01 RS wollen die Reifenentwickler aus Breuberg nun die nächste Evolutionsstufe zünden. Dabei handelt es sich keineswegs um ein einfaches Update des bekannten Sportec M9 RR. Vielmehr steckt hinter den beiden Neulingen ein neuer technischer Ansatz, der sportlichen Straßenfahrern ebenso entgegenkommen soll wie ambitionierten Trackday-Piloten.

Die Rollenverteilung ist dabei recht eindeutig: Der Sportec 01 übernimmt den sportlichen Straßeneinsatz, während der Sportec 01 RS nochmals stärker in Richtung Rennstrecke schielt. Mehr Grip, mehr Präzision und eine höhere Belastbarkeit stehen hier im Vordergrund. Dass dabei gewisse Kompromisse notwendig werden, dürfte jedem klar sein, der sich schon einmal intensiver mit Sportreifen beschäftigt hat.

Ob Metzeler diese unterschiedlichen Anforderungen tatsächlich unter einen Hut bekommt, sollte sich beim internationalen Pressetest im Südwesten Spaniens zeigen. Auf dem Programm standen kurvenreiche Landstraßen rund um die Minas de Riotinto und natürlich der Circuito Monteblanco. Dazu eine ganze Armada unterschiedlichster Motorräder – beste Voraussetzungen also, um den neuen Gummis ordentlich auf den Zahn zu fühlen.

Der Fuhrpark für unsere Landstraßenrunde auf dem Metzeler Sportec 01

Gummigeflüster – was steckt technisch dahinter?

Bevor es ans Angasen ging, stand natürlich erst einmal die Technik auf dem Programm. Und die hat durchaus einige interessante Besonderheiten zu bieten.

Im Mittelpunkt steht die sogenannte DYNATREAD Adaptive Tread Technology. Dahinter verbirgt sich ein Profilkonzept, dessen Rillen sich unter Belastung progressiv schließen können.

Bei normaler Fahrweise bleiben die Profilrillen weitgehend geöffnet und unterstützen die Wasserverdrängung. Wird der Reifen dagegen stärker belastet, beispielsweise beim harten Anbremsen oder kräftigen Herausbeschleunigen, verändert sich die Profilstruktur. Die Rillen schließen sich zunehmend, wodurch die effektive Aufstandsfläche wächst.

Das Ziel: mehr Grip, mehr Stabilität und eine höhere Präzision bei sportlicher Fahrweise.

Mindestens genauso spannend ist allerdings das, was man von außen überhaupt nicht erkennen kann – die Gummimischung.
Hier arbeitet Metzeler mit unterschiedlichen Compound- und Base-Technologien. Vereinfacht gesagt bildet der Compound die eigentliche Laufflächenmischung, während die darunterliegende Base für thermische und mechanische Stabilität sorgt.

Bei einer Cap-&-Base-Konstruktion wird eine besonders griffige obere Mischung durch eine stabilisierende Basisschicht unterstützt. Dual Compound wiederum bedeutet, dass unterschiedliche Mischungen in Reifenmitte und Schulter eingesetzt werden. Während die Mitte stärker auf Stabilität und Laufleistung ausgelegt ist, liefern die Schultern den notwendigen Grip für ordentlich Schräglage.

Beim Sportec 01 RS geht Metzeler mit der Kombination aus Dual Compound und UltraSoft Base nochmals einen Schritt weiter.

Silica, Ruß und jede Menge Entwicklungsarbeit

Besonders interessant finde ich die unterschiedlichen Mischungsansätze der beiden Reifen.

Beim Sportec 01 kommen je nach Dimension Full-Silica-Mischungen zum Einsatz. Diese sollen vor allem für schnelles Warm-up, guten Nassgrip und einen möglichst breiten Temperaturbereich sorgen.

Der Sportec 01 RS setzt dagegen stärker auf eine Kombination aus Silica und besonders griffigen Rennmischungen mit hohem Rußanteil.

Am Vorderreifen besteht die Lauffläche aus einem 30-prozentigen Full-Silica-Mittelbereich und jeweils 35 Prozent Rennmischung an den Schultern. Hinten verteilt sich das Ganze auf 40 Prozent Full-Silica in der Mitte und jeweils 30 Prozent Rennmischung an den Flanken.

Die Entwicklungsarbeit profitiert dabei auch von den Erfahrungen, die Metzeler im Road Racing, insbesondere bei der Isle of Man TT, gesammelt hat.

Spannend ist, wie sehr sich die Mischungen in den vergangenen Jahren weiterentwickelt haben. Früher galt ein hoher Silica-Anteil bei extremer sportlicher Belastung durchaus als kritisch, weil entsprechende Reifen bei hohen Temperaturen zum Schmieren neigen konnten. Heute gelingt es den Entwicklern deutlich besser, schnelles Warm-up, Nassgrip und thermische Stabilität miteinander zu verbinden.

Was genau in diesen Mischungen steckt, bleibt natürlich eines der bestgehüteten Geheimnisse der Reifenindustrie. Und genau dort liegt vermutlich auch ein wesentlicher Teil des technologischen Fortschritts.

Vom Supersportler bis zum Crossover

Metzeler positioniert den neuen Sportec 01 oberhalb des bekannten M9 RR. Dieser bleibt ebenso wie der M7 RR weiterhin im Programm und soll künftig ein attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Der neue Sportec 01 übernimmt damit die Rolle des modernen Supersportreifens für ambitionierte Straßenfahrer. Er soll auf unterschiedlichsten Motorradkonzepten funktionieren – vom leichten Naked Bike über leistungsstarke Supersportler bis hin zu sportlichen Crossovern.

Das Größenangebot deckt entsprechend die gängigen 17-Zoll-Dimensionen ab. Der Sportec 01 RS konzentriert sich dagegen stärker auf die sportliche Fraktion. Erfreulich ist hier unter anderem die Verfügbarkeit der Dimension 200/60 ZR 17, die gerade für verschiedene aktuelle Ducati-Modelle interessant ist.

Ein schönes Detail am Rande: Viele der gängigen Dimensionen werden im hochautomatisierten Metzeler-Werk in Breuberg gefertigt. Also tatsächlich Made in Germany.

Sportec 01 – ab auf die Landstraße!

Genug Theorie, jetzt wurde es endlich interessant!

Am Morgen ging es mit dem Sportec 01 auf die kurvigen Straßen rund um die Minas de Riotinto. Die Temperaturen lagen bei gerade einmal 15 Grad – also durchaus Bedingungen, bei denen ein Sportreifen erst einmal zeigen muss, wie schnell er Vertrauen aufbaut.

Mein erstes Motorrad war die Ducati Streetfighter V2 S. Und bereits auf den ersten Kilometern machte der neue Metzeler einen ausgesprochen harmonischen Eindruck.

Kein nervöses Einlenken, kein unangenehmes Kippmoment und auch kein Gefühl, dass man den Reifen erst einmal mühsam auf Temperatur bringen müsste. Stattdessen ein wunderbar neutrales Fahrverhalten und vom Start weg richtig guter Grip.

Genau so muss ein moderner Sportreifen funktionieren!

Interessant war übrigens auch die Empfehlung von Metzeler zum Luftdruck. Für den Straßeneinsatz soll grundsätzlich der vom Motorradhersteller vorgeschriebene Standardluftdruck gefahren werden. Auch auf mehrmaliges Nachfragen wurde ausdrücklich davon abgeraten, für sportliche Landstraßenfahrten einfach den Druck abzusenken.

Eine perfekte Kombination – der Metzeler Sportec 01 auf der Ducati Streetfighter V2 S

Yamaha MT-07 – leicht, quirlig und verdammt spaßig

Anschließend wechselte ich auf die Yamaha MT-07. Und hier zeigte sich eine weitere Stärke des Sportec 01.

Gerade leichte Motorräder können mit sehr steif aufgebauten Sportreifen manchmal etwas störrisch wirken. Schließlich müssen solche Reifen auch mit deutlich schwereren und leistungsstärkeren Motorrädern zurechtkommen.

Davon war auf der kleinen Yamaha allerdings überhaupt nichts zu spüren.

Der Sportec 01 passte hervorragend zum quirligen Charakter der MT-07. Schnelle Richtungswechsel, tiefes Hineinbremsen in die Kurve und frühes Herausbeschleunigen funktionierten wunderbar. Das Motorrad ließ sich spielerisch von einer Schräglage in die nächste werfen, ohne dabei auch nur ansatzweise nervös zu werden.

Einfach ein herrlich unkomplizierter Sportreifen, der einem nicht ständig irgendwelche Eigenheiten aufzwingt.

Harmoniert hervorragend auf der quirlichen Yamaha MT-07

BMW S 1000 R – jetzt gibt’s ordentlich Leistung!

Zum Abschluss der Landstraßenrunde durfte der Sportec 01 dann noch auf der BMW S 1000 R zeigen, was er kann.

Hier wirken schließlich ganz andere Kräfte als auf der kleinen Yamaha. Besonders beim kräftigen Herausbeschleunigen aus engen Kurven wird der Hinterreifen ordentlich gefordert.

Doch auch auf der BMW blieb der Metzeler ausgesprochen neutral und stabil. Viel Grip, saubere Rückmeldung und ein herrlich harmonisches Fahrverhalten.

Was mich dabei besonders beeindruckte, war die Vielseitigkeit des Reifens. Drei völlig unterschiedliche Motorräder und trotzdem ein durchgehend positives Fahrgefühl.

Auch die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Gummimischungen waren nicht zu spüren. Das war bei früheren Generationen von Sportreifen durchaus nicht immer selbstverständlich.

Einzig die Frage nach der langfristigen Performance bleibt natürlich offen. Wie sich die adaptive Profiltechnologie bei zunehmendem Verschleiß verhält und wie konstant der Reifen über viele Tausend Kilometer funktioniert, müsste ein ausführlicher Dauertest zeigen.

Der Metzeler Sportec 01 kann auch mit richtig Leistung auf der Landstraße sehr gut umgehen

Sportec 01 RS – jetzt wird richtig angegast!

Am Nachmittag wechselten wir auf den Circuito Monteblanco. Und damit wurde es Zeit für den schärferen der beiden Brüder – den Sportec 01 RS.

Der RS soll die Brücke zwischen sportlichem Straßenreifen und Rennstreckenperformance schlagen. Besonders interessant ist dabei, dass er ausdrücklich nicht als abgespeckter Rennslick entwickelt wurde.

Vielmehr handelt es sich um einen Straßenreifen, dessen Leistungsfähigkeit gezielt in Richtung Trackday erweitert wurde. Und genau das wollte ich natürlich ausprobieren!

KTM 1390 Super Duke R – brutale Power trifft auf viel Grip

Los ging es auf der KTM 1390 Super Duke R. Ein Motorrad, das mit seinem gewaltigen Drehmoment einen Hinterreifen beim Herausbeschleunigen ganz ordentlich beschäftigen kann.

Die Reifen waren nicht vorgewärmt. Trotzdem stellte sich bereits in den ersten Kurven ein erstaunlich gutes Gefühl ein.
Kein vorsichtiges Herantasten, kein hölzernes Fahrverhalten und vor allem keine unangenehmen Überraschungen. Der RS vermittelte sofort eine sehr transparente Rückmeldung.

Besonders beeindruckt hat mich der Vorderreifen. Beim harten Anbremsen blieb die Front wunderbar stabil und vermittelte so viel Vertrauen, dass die Bremspunkte ziemlich schnell immer weiter nach hinten wanderten. Mit deaktiviertem Hinterrad-ABS ließ sich die Super Duke sogar wunderbar im Supermoto-Style in die Kurven hineindriften. Herrlich!

Auch beim brutalen Herausbeschleunigen blieb der Reifen erstaunlich ruhig und kontrollierbar.

Lediglich auf der schnellen Start-Ziel-Geraden kam bei ungefähr 200 km/h etwas Bewegung in die Front. Das würde ich allerdings weniger dem Reifen zuschreiben als vielmehr der Kombination aus Motorrad, aufrechter Sitzposition und ordentlich Winddruck.

Sobald ich etwas mehr Gewicht auf das Vorderrad brachte, war wieder Ruhe im Fahrwerk.

Auf der Bremse ist der Metzeler Sportec 01RS brutal stabil – kontrollierte Slides willkommen

BMW M 1000 RR – jetzt wird’s richtig ernst!

Anschließend ging es auf die BMW M 1000 RR. Ein reinrassiger Supersportler mit brachialer Leistung und entsprechend hohen Anforderungen an die Reifen. Und auch hier lieferte der Sportec 01 RS zunächst eine beeindruckende Vorstellung ab.

Der Vorderreifen lag beim Anbremsen unglaublich stabil, während der Hinterreifen die enorme Leistung der BMW erstaunlich souverän auf den Asphalt brachte. Von irgendwelchen Pendelbewegungen bei Vollgas war natürlich keine Spur mehr zu erkennen.

Allerdings zeigte sich nach ungefähr zwölf Minuten intensiver Rennstreckenfahrt, dass auch der RS seine Grenzen hat. Wir waren inzwischen mit ordentlich Zug unterwegs und fuhren praktisch eine schnelle Runde nach der anderen – fast wie bei einem Qualifying auf Rennslicks. Dabei fiel auf, dass die Traktionskontrolle zunehmend häufiger eingreifen musste. Ein Zeichen dafür, dass der Hinterreifen unter der hohen Dauerbelastung langsam an seine Grenzen kam.

Das Entscheidende dabei: Der Übergang erfolgte vollkommen unspektakulär. Kein plötzliches Wegbrechen, kein giftiges Verhalten und auch kein unangenehmes Gefühl. Der Reifen blieb jederzeit gut kontrollierbar.

Am Ende des Tages war am Hinterreifen der Übergang zur besonders sportlichen K2-Schultermischung leicht zu erkennen.

Für mich zeigt das ziemlich deutlich, wo Metzeler den RS positioniert hat. Er kann auf der Rennstrecke verdammt viel, ist aber eben kein reinrassiger Rennslick.

Der Metzeler Sportec 01RS kann lange einen harten Raceeinsatz aushalten

KTM 990 RR – mein persönliches Highlight!

Zum Abschluss durfte ich dann noch auf die KTM 990 RR wechseln. Und was soll ich sagen? Das passte wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge!

Die Kombination aus dem leichten, direkten Motorrad und dem Sportec 01 RS machte unglaublich viel Spaß. Das Bike ließ sich wunderbar präzise einlenken, vermittelte viel Gefühl für den Grenzbereich und erlaubte richtig schnelle Runden.

Besonders schön war dabei, wie kontrollierbar sich der Reifen auch bei zunehmender Belastung verhielt. Der Grenzbereich kündigte sich sauber an, ohne plötzlich oder unangenehm giftig zu werden.

Für mich war das beinahe die perfekte Kombination des gesamten Testtages.

Ein agiles, sportliches Motorrad und ein Reifen, der genau diese Eigenschaften unterstützt, statt sie durch einen zu steifen Aufbau oder ein nervöses Fahrverhalten zu überlagern. Genau so macht Rennstreckenfahren Spaß!

The perfect Match – Metzeler Sportec 01RS auf der KTM 990 RR

Sportec 01 oder Sportec 01 RS – welcher passt zu wem?

Nach einem intensiven Testtag wird ziemlich deutlich, dass Metzeler mit den beiden neuen Sportreifen unterschiedliche Fahrer ansprechen möchte.

Der Sportec 01 ist für mich der klassische moderne Supersportreifen für die Straße. Er bietet reichlich Grip, funktioniert bereits bei niedrigen Temperaturen hervorragend und überzeugt mit einem ausgesprochen neutralen Fahrverhalten. Egal ob leichte Yamaha MT-07, sportliche Ducati Streetfighter V2 S oder leistungsstarke BMW S 1000 R – der Reifen machte auf allen Motorrädern eine richtig gute Figur.

Der Sportec 01 RS richtet sich dagegen an Fahrer, die noch mehr Performance suchen und regelmäßig auch auf der Rennstrecke unterwegs sind. Seine Stärken liegen vor allem in der hohen Präzision, dem ausgezeichneten Vorderreifengefühl und dem zusätzlichen Grip bei sportlicher Schräglagenfahrt.

Besonders interessant finde ich ihn für Motorradfahrer, die mit ihrem eigenen Bike zum Trackday anreisen und dort ordentlich Spaß haben möchten, ohne gleich Reifenwärmer, Montageständer und einen zweiten Satz Rennslicks mitzuschleppen. Wer dagegen regelmäßig auf Zeitenjagd geht und einen Turn nach dem anderen im Qualifying-Modus absolviert, wird irgendwann die Grenzen des RS erreichen. Dafür gibt es schließlich echte Rennreifen.

Mein Fazit – Metzeler hat ordentlich nachgelegt!

Metzeler hat mit dem Sportec 01 und dem Sportec 01 RS zwei richtig interessante neue Sportreifen auf die Räder gestellt.

Besonders beeindruckt hat mich, wie unkompliziert beide Reifen funktionieren. Schon bei niedrigen Temperaturen bauen sie schnell Vertrauen auf, vermitteln eine saubere Rückmeldung und bleiben auch bei sportlicher Gangart angenehm neutral.

Der Sportec 01 hat mich vor allem durch seine Vielseitigkeit überzeugt. Egal welches Motorrad ich darunter hatte, der Reifen funktionierte einfach. Und genau das ist für einen sportlichen Straßenreifen eine verdammt wichtige Eigenschaft.

Der Sportec 01 RS legt bei Grip, Präzision und Rennstreckenperformance nochmals spürbar nach. Besonders das stabile Vorderrad beim harten Anbremsen und das kontrollierbare Verhalten im Grenzbereich haben mir richtig gut gefallen.

Natürlich ist auch der RS kein Wunderreifen. Wer auf der Rennstrecke dauerhaft am Limit unterwegs ist, wird irgendwann an die Grenzen eines straßenzugelassenen Sportreifens stoßen. Doch genau das macht Metzeler aus meiner Sicht richtig: Der RS versucht nicht, einen Rennslick zu ersetzen, sondern bietet ambitionierten Sportfahrern eine ausgesprochen interessante Alternative.

Für mich ist die neue Sportec-Familie jedenfalls ein richtig gelungener Wurf. Zwei Reifen, die viel können, ohne kompliziert zu sein. Und die vor allem eines liefern: jede Menge Fahrspaß!

Jetzt wäre natürlich noch spannend, den Sportec 01 RS über eine längere Tour auf der Landstraße zu bewegen und herauszufinden, wie er sich dort bei wechselnden Bedingungen und zunehmender Laufleistung schlägt.

📸 Impressionen vom Metzeler Sportec 01 & 01 RS
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Pro & Contra

Pro

  • Schnelles Warm-up und viel Vertrauen ab dem ersten Meter
  • Sportec 01 mit hoher Stabilität und sauberes Feedback, auch bei harter Gangart
  • Sportec 01 RS mit spürbar mehr Präzision und Grip in Schräglage

Contra

  • Sportec 01 RS mit klaren Grenzen bei dauerhaftem Rennstrecken-Einsatz
Fahrerausstattung

Ausstattung – Straße
• Motorradjacke: Spidi DP Progressive Hybrid
• Handschuhe: Spidi STR-6
• Motorradjeans: Held Marlow Motorradjeans
• Kurze Stiefel: XPD X10-R
• Sporthelm: Arai RX-7V Evo

Ausstattung – Rennstrecke
• Kombi: Schwabenleder G.P.1 Air-Tec
• Handschuhe: Held Phantom II
• Schuhe: Daytona Security Evo G3 GP
• Sporthelm: Arai RX-7V Evo

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